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Motorradschlösser im Test

Fragen und Antworten zu Motorradzubehör wie z.b. Gepäcksysteme, Endschalldämpfer, Lenker usw.

Motorradschlösser im Test

Beitragvon Brownie » 02.06.2013, 19:21

Bin im Netz über ein Video gestolpert, wo Motorradschlösser (Ketten) getestet werden. Der arme Kerl, der die Ketten knacken muss, muss im Video Höchstarbeit leisten :mrgreen: Leicht bedenklich: Bei den meisten Schlössern wird angegeben, dass diese Manipulationen 5 Minuten standhalten - das schlechteste war innerhalb von 14 Sekunden geknackt, das beste hat etwas über eine Minute standgehalten :shock:

Mein Moped abzuschliessen, darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht. Zuhause steht es in einer geschlossenen Garage, auf Tour steht es höchstens vor einer Beiz und nicht selten hat man auf das parkierte Möpi auch noch Blick. Ab und zu schlage ich den Lenker ein und betätige das Lenkerschloss. Im Ausland war ich mit den Töff bislang nur auf Stippvisite.

Wie haltet ihr das mit dem Abschliessen eures Motorrads?


Video: Youtube/Alexei Naberezhnyi
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Re: Motorradschlösser im Test

Beitragvon Marco » 02.06.2013, 19:51

Kein Schloss hält ewig und wenn dann gleich die Möglichkeit besteht, die Kette mit so einem gewaltigen Bolzenschneider zu zerteilen, dann kriegen sie damit so ziemlich jedes Bike. Zumal so ein Bolzenschneider ja nicht unterm Mantel heran geschleppt wird sondern wohl eher dann schon mit einem kleinen Transporter in dem dann auch gleich das Motorrad abtransportiert wird.

On Tour, wenn ich irgendwo übernachte mache ich es meistens so dass ich entweder Zelte, dann kommt das Motorrad ins Vorzelt von meinem Mototent. Oder wenn ich in einer Herberge/Hotel, etc. absteige, dann wird das Motorrad in einer Garage oder im Innenhof abgestellt. Gesichert wird es dabei meistens nur mit dem Lenkerschloss.
Wenn einer aus der Gruppe eine Alarmanlage an seinem Motorrad hat, ist das Motorrad meistens das, was am Rande steht, die anderen stehen dann dahinter. Allerdings, wenn der Alarm los geht, muss man meist selbst schauen gehen, unbeteiligte interessiert das Tröten meist nicht.

Was ich mir schon überlegt habe ist ein Bremsscheibenschloss. Ob das allerdings das Richtige ist, weiss ich noch nicht.
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Re: Motorradschlösser im Test

Beitragvon nachtfahrer » 02.06.2013, 21:41

Drei Abus-Schlösser mit 12 mm Gliedstärke. Dann kommen die schön ins Schwitzen und beim dritten Mal Hebel Ansetzen rutschen sie aus und lädieren sich das Knie, so dass eh nichts mehr geht. :lol: Eines noch um die Strassenlaterne.

Brownie hat geschrieben:Ab und zu schlage ich den Lenker ein und betätige das Lenkerschloss. Im Ausland war ich mit den Töff bislang nur auf Stippvisite.


Also das Lenkschloss nützt natürlich praktisch gar nichts gegen Diebstahl. Das brechen diese Vollassis einfach mit Gewalt auf. Die gehen ja teilweise sehr rabiat vor.
Ich selber habe für die KTM, die ja kein Zündschloss hat, ein Bremsscheibenschloss. Weiter stehen meine Motorräder zu Hause so, dass man sie schlecht stehlen kann. Beim Bremsscheibenschloss ist es nicht mehr ganz so trivial mit kancken. Lockpicking ist natürlich auch da möglich. Aber wie gesagt, die kommen und schieben das Ding einfach irgendwie mit Gewalt in den Transporter. Dann wird eben beim Rad etwas unterlegt und dann das Ding über eine Rampe so gut es geht in den Transporter gedrückt.

In der Schweiz sind wir ja glücklicherweise noch nicht so weit, dass häufig Moppeds gestohlen werden. Im deutschen Ninja-Forum gibt es jedes Jahr ein paar Thread wegen gestohlenen Motorrädern. Vor allem in und um Berlin ist das an der Tagesordnung.
IMHO das einzig sinnvolle wäre, einen GPS-Sender, den man nicht sieht, irgendwo zu verbauen. Dann könnte man ggf. noch rechtzeitig mit der Polizei etwas machen.

Im Ausland kommt das Motorrad eben in eine Garage oder in einen Innenhof mit Tor.
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Re: Motorradschlösser im Test

Beitragvon Holger » 03.06.2013, 05:54

In Zürich hatte ich manchmal ein Felgenschloss. Auf Reisen hab ich andere Themen als Diebstahlschutz!
In Polen sass mal nach einer Kirchenbesichtigung ein Knirps auf meinem Töff!!! Als ich den vertreiben wollte, zeigte er mir, dass ich den Zündschlüssel hatte steckenlassen und er drauf aufgepasst hatte ;)
Wen es beruhigt, der soll doch solche Schlösser nehmen! Dann haben sie einen wichtigen Zweck erfüllt- das meine ich ganz ernsthaft.
Wenns geht, parke ich meinen Töff nachts auf Innenhöfen. Dann kann das Gepäck draufbleiben.
Nur in Städten bin ich vorsichtig. Auf dem Lande sorglos.
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Re: Motorradschlösser im Test

Beitragvon chrigi » 03.06.2013, 07:13

so ziemlich nach dem motto: gelegenheit macht diebe ergo: lenkschloss, naja jenachdem könnte ich mir noch überlegen ein bremsscheibenschloss..........nun oke wenn auftrag-geklaut wird und auf der einklau-kaufliste eine alte CBF steht so sei es, dann ist mein hobel eben auch fort.....

oder , wenn halt def. ein allgem. begehrtes geliebtes , gesuchtes modell fährst....nun ja es kommen auch schnell mal eben ganze bagger ect. abhanden.......
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Re: Motorradschlösser im Test

Beitragvon nachtfahrer » 03.06.2013, 09:23

chrigi hat geschrieben:so ziemlich nach dem motto: gelegenheit macht diebe ergo: lenkschloss, naja jenachdem könnte ich mir noch überlegen ein bremsscheibenschloss..........nun oke wenn auftrag-geklaut wird und auf der einklau-kaufliste eine alte CBF steht so sei es, dann ist mein hobel eben auch fort.....

oder , wenn halt def. ein allgem. begehrtes geliebtes , gesuchtes modell fährst....nun ja es kommen auch schnell mal eben ganze bagger ect. abhanden.......


Gelegenheit macht Diebe, das trifft hier eben nicht zu. Die überlegen sich genau, was sie stehlen. Meist sind das dann so Motorräder wie R1, R6, CBR RR, aber auch ZXR. Einfach weil diese im Balkan sehr beliebt sind. HDs werden generell auch gerne gestohlen. Dasselbe gilt für aufwendige und exklusive Umbauten.
Teilweise werden diese Motorräder wohl dann in Einzelteile zerlegt und so über die Grenze gebracht.
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Re: Motorradschlösser im Test

Beitragvon chrigi » 03.06.2013, 12:25

schmunzel weiss ich doch.....darum liebe ich meine 0815 CBF und nen dummen riesen schweren plastikbomber......oder zuvor eine ollen billigen japsen chromhaufen..
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Re: Motorradschlösser im Test

Beitragvon Brownie » 28.06.2013, 20:56


Video: Youtube/motorcyclenewsdotcom

Da wird mit gröberem Geschütz aufgefahren. Mal kurz mit der Hilti den Betonboden durchlöchern und einen Riesenanker montieren. Mir geht das Ganze jedoch nicht ganz auf, was nützt einem so eine Verankerung, wenn das zugehörige Motorradschloss innert Sekunden oder weniger Minuten dann trotzdem geknackt ist :hmm:
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Re: Motorradschlösser im Test

Beitragvon Marco » 29.06.2013, 08:41

Die Übertreiben auch etwas mit dem Bodenanker. Mein Motorrad steht entweder auf meinem Tiefgaragenplatz oder in meinem Velounterstand. Bei beiden Orten nur normal abgestellt oder manchmal mit dem Lenkerschloss gesichert.

Na, ich bau mir gerade eine Gartenhäuschen als Motorradparkplatz.
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Re: Motorradschlösser im Test

Beitragvon nachtfahrer » 29.06.2013, 10:30

Brownie hat geschrieben:Mir geht das Ganze jedoch nicht ganz auf, was nützt einem so eine Verankerung, wenn das zugehörige Motorradschloss innert Sekunden oder weniger Minuten dann trotzdem geknackt ist :hmm:


Du musst den Anker nur isoliert gegen den Boden anbringen und 3 kV Spannung zwischen Anker und Boden anlegen. Da vergeht denen der Spass schon. :lol: Aber selber nicht ausschalten vergessen vor dem Berühren.
Ich hätte noch viele gute Ideen. Zum Beispiel könnte man einen Beschleunigungssensor in den Anker oder an die Kette verbauen, der einen automatischen Pfefferspray- oder Tränengas-Zersträuber auslöst. Man kann da seiner Kreativität beliebig freien Lauf lassen und z. B. auch noch gleich einen fetten Böller elektronisch zünden. :mrgreen:

Ich würde mir jedoch, wenn ich eine eigene Garage hätte, als erstes mal eine Videoüberwachungsanlage mit Infrarotscheinwerfern installieren. Das ist gar nicht mehr so teuer und kann man leicht selber installieren.
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