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Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beachten?

Motorradeinsteiger dürfen hier ungeniert fragen. Es gibt bekanntlich keine dummen Fragen.

Re: Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beacht

Beitragvon octane » 29.02.2012, 20:30

triumph4ever hat geschrieben:Also ich habe noch gelernt, kräftig in die Eisen zu steigen und nicht umzukippen. Das hiess, VOLL bremsen mit 60 - 80 km/h. Damals, bei der Prüfung.


Ich auch. Meine A1 Prüfung habe ich im Dezember 1987 und die A Prüfung im Mai 1990 abgelegt. Da war ABS noch kein Thema obwohl BMW da grad die (potthässliche) K1 neu rausgebracht hatte. Das erste ABS Motorrad das ich testen durfte war dann um 1992 rum ebendiese K1 die ich als Ersatzmotorrad bekommen hatte. Da fand ich ABS auch nur nett aber nicht unbedingt nötig. Bei meiner Vmax habe ich damals den Vorderreifen manchmal zum Spass zum pfeifen gebracht. War gut zu kontrollieren. Würde ich heute nicht mehr machen wollen.

triumph4ever hat geschrieben:Ich will damit nur ein bisschen andeuten, dass man den elektronischen Helferlein zuviel Bedeutung beimisst.


Ist einfach lustig dass das in diversen Motorradforen immer wieder ein Thema ist. Bei den Autos sind diese Helfer seit Jahren etabliert und bei neuen Autos oft sogar Standard. Kein Schwein diskutiert mehr darüber :nixweiss: .

triumph4ever hat geschrieben: Und das vorausschauende Fahren ist bei den wenigsten intus, glaub mir.


Gut das kann sein. Man sieht ja oft haarsträubende Szenen. Überholen vor unübersichtlichen Kurven usw. Aber die Folgen solchen Tuns liest man jeweils dann auch in den Medien :shock:

triumph4ever hat geschrieben:Auch ich habe jetzt bei meiner R1200R diese Helferlein. Doch ohne gibt's die ja nicht. Und mit den Bremsen von BMW muss ich mich noch dosierend anfreunden :o :shock: :oops:


Korrekt. BMW verkauft die R 1200 R in der Schweiz nur mit "Safety Paket". In Deutschland kannst du sie auch ohne haben. Aber selbst dort wird das mitgeordert. Muss halt separat bezahlt werden. Die BMW Bremsen sind generell Spitzenklasse.
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Re: Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beacht

Beitragvon chrigi » 29.02.2012, 20:36

die wahre körperlicher unversehrtheit gibts nur einmal und die ist enorm wertvoll...... , wenn du sie nicht mehr hast bist gestempelt bis zu deinem lebensende (ich weiss jetzt wie das ist)............also sind mir solche helferlein willkommen die mich in "dummen" situationen ev. heile heraus bringen können .....und dumme situationen in die man geraten kann gibts bekanntlich des öfteren auch wegen den restlichen verkehrsteilnehmern....
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Re: Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beacht

Beitragvon Brownie » 29.02.2012, 20:47

triumph4ever hat geschrieben:So, ich wage es: Ich behaupte, ABS braucht es nicht.

Ob es ABS braucht oder nicht, die Geschmäcker sind verschieden. Soll jeder auf seine Weise mit dem Motorrad seiner Wahl glücklich werden.

Es gibt nun mal brenzlige Situationen, die auch mit dem besten vorausschauend Fahren nicht kalkulierbar sind. So ein Auto, das ausserorts aus einer mir entgegenkommenden Kolonne fast auf meiner Höhe ausgeschert ist und mir frontal auf meiner Spur entgegen gekommen ist. Das war hoffentlich das erste, letzte und einzige Mal, dass ich dermassen in die Eisen treten und ausweichen musste. Drum, ABS? Ich persönlich würde mir niemals einen Töff ohne ABS anschaffen.
E Gruess, Regula

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Re: Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beacht

Beitragvon nachtfahrer » 29.02.2012, 20:48

octane hat geschrieben:Ist einfach lustig dass das in diversen Motorradforen immer wieder ein Thema ist. Bei den Autos sind diese Helfer seit Jahren etabliert und bei neuen Autos oft sogar Standard. Kein Schwein diskutiert mehr darüber :nixweiss: .


Doch ;) Ich bin gelegentlich mit einem Kleinwagen unterwegs, da kann man ESP nicht ausschalten. Auf meiner Lieblingsstrecke nach Hause leuchtet immer so ein Warndreieck beim Tacho andauernd und er bremst mir in jeder Kurve rein. :schimpf: :wand: Dabei wäre so ein zum untersteuern neigendes Auto auch ohne ESP von fast jedem Vollpfosten sicher zu fahren. :sick:
Deshalb hätte ich beim Auto am liebsten so wenig Elektronik wie möglich, nur ABS das soll sein. Aber das bekommt man ja heutzutage fast nicht mehr. :evil:
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Re: Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beacht

Beitragvon octane » 29.02.2012, 20:49

Gefährlich wirds höchstens wenn man sich wegen den elektronischen Helfern zu einer riskanteren Fahrweise verleiten lässt. Solls ja auch geben.

nachtfahrer hat geschrieben:Auf meiner Lieblingsstrecke nach Hause leuchtet immer so ein Warndreieck beim Tacho andauernd und er bremst mir in jeder Kurve rein.


:mrgreen: kommt mir bekannt vor. Ist es zufällig ein Fiat Punto? Meiner macht das jeweils auch. Immer in derselben Rechtskurve zwischen Oberkirch und Buttisholz. Ich kann ESP allerdings ausschalten.
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Re: Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beacht

Beitragvon nachtfahrer » 29.02.2012, 22:00

octane hat geschrieben: :mrgreen: kommt mir bekannt vor. Ist es zufällig ein Fiat Punto? Meiner macht das jeweils auch. Immer in derselben Rechtskurve zwischen Oberkirch und Buttisholz. Ich kann ESP allerdings ausschalten.


Nein, das ist bei einem Clio. Dort greift das Zeuch einfach zu früh ein. Aber meiner Einschätzung nach ist das bei sportlicheren Autos etwas ausgewogener ausgelegt, so dass es im Normalbetrieb weniger stört. Nichts desto trotz soll man es natürlich ausschalten können.
Und wenn wir schon beim Auto sind, was ich auch nicht leiden kann sind diese elektronisch zu betätigende Handbremsen.
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Re: Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beacht

Beitragvon pelle d'occa 70 » 29.02.2012, 23:00

nachtfahrer hat geschrieben: diese elektronisch zu betätigende Handbremsen.



Ich glaube, ich lebe mit meinem 12-jährigen Skoda Octavia 4x4 noch im Mittelalter :nixweiss: elektronische Handbremse? Noch nie gehört! :?
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Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beachten?

Beitragvon Holger » 01.03.2012, 07:09

Noch eine Ketzermeinung: Natürlich gibt es besonders leicht bedienbare Maschinen mit grosser Prüfungstauglichkeit.
Aber welche das sind, kann man wirklich nur für den Durchschnitt sagen. Hätte ich auf Threads wie diese gehört, hätte ich eventuell keine 1100 Gs gekauft. Und damit einen grossen Fehler gemacht!
Für mich ist sie wie ein Velo, auf dem ich entspannt sitze, während ich auf den genannten Maschinen meine Beine und den Bauch nicht unterbringe. Und ich bin grad mal 190 cm lang.
Will sagen: Probieren, studieren, kaufen, trainieren. Wenn das Herz aber nun mal für ein "schwieriges" Motorrad schlägt? Na und? Dann soll der Kopf nicht dagegen denken sondern lautstark rufen: " na, jetzt muesch halt echli meh üebe!"
Da wäre mein Hinweis. Viele Beginner sind zu cool oder zu faul zum systematischen Training. Oder wollen keinen Umfaller beim Üben riskieren.
Der ideale Anfängertöff motiviert demnach den Löli zum häufigen fahren und hindert nicht am Lernen. Denn das kennzeichnet den Anfänger: der Lernbedarf, nicht der Töff.
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Re: Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beacht

Beitragvon octane » 01.03.2012, 18:45

Holger hat geschrieben:Aber welche das sind, kann man wirklich nur für den Durchschnitt sagen.


Das ist sicher so. Für besonders lange oder kurze Menschen gibts andere Töffs. Wobei es besonders lange Menschen einfacher haben. Enduros gibts in guter Auswahl und die sind sehr gut geeignet um die Prüfung zu machen. Da rede ich ausnahmsweise aus Erfahrung :naughty: . Hab ja beide Töffprüfungen mit Enduros gemacht :wink2:
Die R 1100 GS ist ja mit ihren 80 PS nicht übermotorisiert und für jemanden der Gardemass mitbringt sehr gut geeignet zum anfangen. Die R 1200 GS auch. Oder halt die F 800 GS. Ist etwas leichter.

Holger hat geschrieben:Wenn das Herz aber nun mal für ein "schwieriges" Motorrad schlägt? Na und? Dann soll der Kopf nicht dagegen denken sondern lautstark rufen: " na, jetzt muesch halt echli meh üebe!"


Na klar aber man muss es sich ja nicht unbedingt schwieriger machen als es sonst schon ist. Aber jedem das seine....Gerade für Späteinsteiger ist es meist schwieriger als für 18 jährige. Mit 18 macht man sich da nicht so viele Gedanken und fängt einfach mal an. Das ist auch gut so. Wenn jemand unbedingt mit einer Triumph Rocket oder meinetwegen einer HD Electra Glide oder einem anderen Schwergewicht anfangen will soll er das halt machen. Aber dann bitte nicht jammern wenns nicht ganz so einfach geht :pfeifend:
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Re: Was muss ich bei der Wahl meines ersten Motorrads beacht

Beitragvon octane » 21.05.2013, 20:16

Hab die Liste oben wieder mal aktualisiert. Evtl. hat jemand noch einen anderen Vorschlag.
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